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Allergien verstehen

Merken Sie schon die ersten Symptome wie Augenjucken oder Niesen? Was ist eine echte Allergie und was sind Intoleranzen ? Wie hängen unsere Lebensumstände mit dem vermehrten Auftreten von Allergien zusammen? Was kann man präventiv gegen Allergien tun?

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Jeder Dritte in Österreich leidet an einer Allergie. Jetzt beginnt wieder die Zeit , wo sich viele über den Frühling freuen, während sich die Allergiker lieber in geschlossenen Räumen aufhalten. Aber welche Faktoren führen zum vermehrtem Auftreten dieses Krankheitsbildes?

Ursachen:

1. Das Immunsystem unserer Kinder muß trainiert werden und in Kontakt mit Krankheitserregern kommen. Unsere Lebensumstände führen aber dazu, dass die Kinder weniger Kontakt mit Staub, Bakterien, Pilzen haben.

2. Die industriell gefertigten Lebensmittel werden möglichst lange haltbar gemacht und mit Zusatzstoffen versehen, die wir oft nicht vertragen.

3. Früher dachte man in der Ernährung der Kleinkinder, dass diese möglichst spät mit Nahrungsmittel wie Eier, Fisch und Füße konfrontiert werden sollen. Das ist falsch! Ganz das Gegenteil ist der Fall. Die Kinder sollten im 5.-6. Lebensmonat mit diesen Nahrungsmitteln in Kontakt kommen, das erniedrigt die Zahl der Allergien.

Ein moderater Kontakt mit Tieren und Dreck schützt Ihre Kinder vor Allergien! Also raus in die Natur!

Prävention:

  1. Machen Sie Urlaub auf dem Bauernhof, am besten mit Stallarbeit. Suchen Sie einen Waldkindergarten für Ihr Kind aus und verbringen Sie möglichst viel Zeit in der Natur. Wenn Ihre Kinder dreckig aus dem Garten zurückkommen, dann haben Sie etwas richtig gemacht.

  2. Kochen Sie selbst! Das spart Geld und garantiert Ihnen zu wissen, was Sie und Ihre Kinder essen.

  3. Beikost Empfehlungen: Sie können Ei geben, allerdings gekocht. Roh könnten Erreger enthalten sein wie Salmonellen. Bei Fisch müssen Sie wegen der Gräten aufpassen. Nüsse sollten sehr fein gemahlen sein, da sonst die Gefahr des Verschluckens besteht.



Welche Unterschiede gibt es bei den Allergien?

  1. "Echte" Allergie: hier kommt es sofort zu einer Reaktion des Körpers wie z.B. Brennen am Gaumen, Atemnot, Bewusstlosigkeit. Dies kommt bei Nahrungsmitteln wie z.B. Nüsse, Soja, Obst, und bei Bienengift vor. Diese Patienten erhalten eine Notfallspritze, die sie immer bei sich tragen.

  2. Pseudoallergien: das kommt zum Beispiel beim Histamin vor, führt auch zu unangenehmen Symptomen, wie Rötung im Gesicht, Kopfschmerzen etc., aber ist nicht gefährlich. Aber auch Lebensmittelzusätze wie Geschmacksverstärker oder Konservierungssubstanzen können ähnliche Symptome auslösen.

  3. toxische Reaktion auf Substanzen: es kommt zu einer allergieähnlichen Reaktion durch Pflanzen, mit denen wir direkt Kontakt haben plus die Einwirkung des UV -Lichtes. Aber auch toxische Zusätze in Kleidungsstücken kann so etwas auslösen. Das führt zu einer Entzündung an der Haut.

Lassen Sie Ihr Kind untersuchen, wenn Sie den Verdacht auf eine Allergie haben. Eine frühzeitige Diagnostik und Therapie ist wichtig, um spätere Folgen zu vermeiden.


Jetzt wünsche ich viel Vergnügen beim Lesen und freue mich auf Ihr Feedback ! Ihre Kinderärztin!

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Dr. Susanne Skriboth-Schandl
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